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Seit dem Abschluss meines Lehramtsstudiums der Geschichte und Pädagogik an der Universität Duisburg-Essen/UDE 1999 sowie meiner studienbegleitenden Fortbildung zur „Tanz- und Bewegungstherapeutin (Practitioner)"/KLT (1994-1997) bei der Zukunftswerkstatt therapie kreativ (Düsseldorf) und meiner 3jährigen Weiterbildung in Modernem Tanz/Tanzimprovisation in den Niederlanden war ich als Tanz- und Kulturpädagogin sowie als Tanztherapeutin 18 Jahre freiberuflich tätig, zunächst in Köln und seit 2005 in Karlsruhe. Seit 2019 arbeite ich zudem als Tanztherapeutin mit einer 30%-Stelle an der Median-Klinik Gunzenbachhof in Baden-Baden. 

Neben der tanztherapeutischen Tätigkeit mit Erwachsenen ist es mir ein besonderes Anliegen, die kulturelle Bildung mit der kreativ-künstlerischen Bewegungsarbeit, einem lebendig-individuellen Erleben und einem achtsam-sozialen Lernen zu verbinden, so beispielsweise im Pilotprojekt "Tanz & Museum" (2006-2014) am Badischen Landesmuseum oder in der Entwicklung und Durchführung der interdisziplinären sozial-künstlerischen Projektarbeit an der Freien Kulturschule e.V. (seit 2009/LINK: www.freie-kulturschule-ka.de). Auch als Dozentin in der Aus- und Weiterbildung (Zielgruppen: Erzieher, Lehrer, Sozialpädagogen, Museumspädagogen, Tanz- und Kunsttherapeuten, Studenten) hat sich die Suche nach kunst- und medienübergreifenden Methoden immer wieder neu belebt und es bleibt eine spannende Entdeckungsreise.

Als MUS-E-Künstlerin der Yehudi-Menuhin-Stiftung Deutschland (Schwerpunkt: Rhythmik/Tanz) lernte ich schließlich 2007-2009 die Arbeit mit einer LRS-/ADS-Klasse kennen und schätzen und konnte die kreativ-therapeutischen Methoden aus meiner Weiterbildung im SEMNOS-Konzept „Hyperaktive Kinder – Hilfen im Umgang mit ADS-Kindern“ (Zukunftswerkstatt therapie kreativ 2004/2005) praktisch umsetzen. Schon als Klinik- und Tanzclown „Fiorelina“ hatte ich nach Ende meiner tanztherapeutischen Ausbildung am Kinderkrankenhaus Köln-Porz bereichernde Erfahrungen sammeln dürfen im spontanen spielerischen Einzelkontakt mit kranken Kindern und der situativen Umsetzung kreativ-therapeutischer Methoden. Ab Herbst 2019 sollen diese Erfahrungen einfließen in einem wöchentlichen Angebot kreativ- und sozialtherapeutischer Einzelförderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit Durlach/SJB.

Der Tanz als Kunst- und Ausdrucksform begleitet mich seit meiner frühen Kindheit und erfuhr durch die 3jährige Weiterbildung in „Modernem Tanz/Tanzimprovisation“ sowie in „Dans als Bewustwording“ bei der niederländischen Choreographin Sjannie Vos/NL (1993-1996) einen wegweisenden Impuls (s. oben). Als Gründungsmitglied des deutsch-niederländischen „Tanzkollektivs Sjannie Vos“ und als Tänzerin bei der Tanzproduktion „...onbekend“ konnte ich 1997-2000 durch die Zusammenarbeit mit Sjannie Vos/NL und mit Uschi ter Veer/Elementarer Tanz e.V. die Choreographie- und Bühnenerfahrungen intensivieren und später im Format ausstellungs- und themenbezogener Tanz-Performances im Rahmen von Vernissagen und Symposien der Freien Kulturschule e.V. fortführen. Ab 2020 soll dieser Faden wieder verstärkt aufgenommen werden durch verschiedenen Tanzperformance-Projekte in Karlsruhe und Baden-Baden.

Neben diesem kulturpädagogisch-künstlerischen sowie tanz- und kreativtherapeutischen Profil hat mich seit 2005 die kultur- und tanzwissenschaftliche Arbeit begleitet in Form von wissenschaftlichen Projektleitungen, tanz- und kulturwissenschaftliche Vorträgen, Tanzführungen und Veröffentlichungen, u.a. seit 2007 die Projektleitung/Autorentätigkeit "Jüdisches Leben im Mittelalter - Ein Online-Handbuch zum Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen für Multiplikator*innen in Schule, Hochschule und kultureller Bildungsarbeit“ " am Salomon Ludwig Steinheim-Institut/UDE (aktuelle Vorabversion/"Online-Ressourcen" (232 Seiten) www.steinheim-institut.org/juden_im_mittelalter.pdf ).

 

       Weitere Veröffentlichungen: 

  • „Die >Tanzwut<-Bewegung von 1374. Individueller Tanzwahn, tanzepidemischer >Flashmob< oder performativer Höhepunkt einer emanzipativen Laienfrömmigkeit?“ in:
  • Birrunger, J./Fenger, J. (Hg.), Tanz & Wahnsinn/Dance & ChoreoMania (Jahrbuch für Tanzforschung, Bd. 21), 2011.
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Redaktionelle Begleitung des von Sjannie Vos verfassten Tanz-Arbeitsbuches: „Danssporen – een reis naar mijn innerlijke danser. Een praktisch werkboek voor moderne dans en improvisatie" (ISBN  978-90-902-5257-5); Mai 2010: Öffentliche Buchpräsentation im Theater "Schouwburg" der Stadt Deventer/NL

VeröffentlichungsdatumBeschreibung der 

 

Weitere Vorträge:

  • "Tanz & Museum" -  Inhalte, Ergebnisse und Schlussfolgerungen eines tanz- und museumspädagogischen Modells ästhetisch-integrativer Bildungsarbeit
  • (5. Tanzpädagogischer Forschungstag der GTF an der Universität Bielefeld" (2018) *
  • Moderation von Sektion 9 "Current Dance and Pedagogic Matters/Aesthetic Consequences": Jahrestagung der GTF "Tanz der Dinge/Things that dance" (KIT Karlsruhe/Oktober 2018) *
  • „Tanz als Memoria? Facetten der Erinnerungs-Rituale in den Moriskentänzen des Mittelalters“ (12. Deutsch - Niederländischen Gesprächen zur Memoria, Brechten 2014) *
  • „Jüdische und christliche Tanzkultur im Mittelalter – eine vergleichende Skizze“ (Mediävisten-Arbeitskreis Universität Duisburg-Essen/UDE 2012) *
  • Ritual und Labyrinth-Tanz in der mittelalterlichen Stadtkultur – ein Beispiel europäischer Tanzpraxis" (Tagung "TANZ-MACHT-RAUM/RAUM-MACHT-TANZ" innerhalb der gleichnamigen Werkwoche im Rahmen von TANZPLAN Essen 2010/Ruhr-Universität Bochum * Präsentation/Vortrag des Pilotprojektes „memoartis®, sozial-künstlerische Prävention“ (zusammen mit Claus Kohr) im Rahmen des 20jährigen Jubiläums der Freien Kulturschule e.V. *
  • Die "Tanzwut"-Bewegung am Niederrhein (Grafschafter Museum Moers 2008)
  • * "Die Liber Sancti Jacobi - Musicalia" ((Mediävisten-Arbeitskreis Universität Duisburg-Essen/UDE 2007) *
  • „Ritual, Raum und Labyrinth-Tanz in der spätmittelalterlichen Stadtkultur. Interdisziplinäre Überlegungen zur Tanzikonographie am Beispiel des Sieneser ›buon governo<"  (Mediävisten-Arbeitskreis Universität Duisburg-Essen/UDE 2006) *
  • Vortrag zu „Ritual und Labyrinth-Tanz in der mittelalterlichen Stadtkultur – ein Beispiel europäischer Tanzpraxis“ mit Begleit-Workshop „Labyrinthe- getanzt, bewegt, gestaltet“ im Rahmen des Begleitprogramms der Dortmunder Sonderausstellung „Ferne Welten – Freie Stadt“ (2005) *
  • "Die Geschichte von Ritual und Tanz vom Mittelalter bis in die Moderne - eine interdisziplinäre Untersuchung unter ritualperspektivischem Blickwinkel“
  • (Mediävisten-Arbeitskreis Universität Duisburg-Essen/UDE 2004)
Im Selbstverständnis des PKWS e.V. verbinden sich für mich die oben geschilderten biographischen und beruflichen Schwerpunkte und ermöglichen es, diese Profile in Zukunft noch weiter zu vertiefen und künstlerisch-forschend miteinander zu verbinden. 
"Eurydike" (Bild: Claus G. Kohr)
"Eurydike" (Bild: Claus G. Kohr)